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Rechtsanwalt Meyer-Martin

   Rechtsanwälte Martin & Meyer-Martin

Waldemarstraße 20a     Tel.:   0381 666 477 7

18057 Rostock               Fax.: 0381 666 477 8

kanzlei@raemm.de

 


 

 Zugewinnausgleich

Die Zugewinngemeinschaft ist der gesetzlich vorgesehene Güterstand für Eheleute. Wird anlässlich der Eheschließung oder nach der Heirat nichts anderes vereinbart, gilt gemäß § 1363 Absatz 1 BGB automatisch dieser Güterstand.

 

Bei einer Zugewinngemeinschaft wird kein gemeinschaftliches Vermögen gebildet. Das Vermögen der Ehegatten bleibt getrennt. Das gilt grundsätzlich auch für den Erwerb von Vermögen während der Ehe. Der Zugewinn, den die Ehegatten in der Ehe erzielen, wird jedoch ausgeglichen, wenn die Zugewinngemeinschaft endet.

In der Zugewinngemeinschaft verwaltet daher auch jeder Ehegatte sein Vermögen selbständig. Jedem Ehegatten stehen die Erträge aus dem Vermögen zu. Soweit die Ehegatten gemeinsames Vermögen gebildet haben, kommt eine gemeinsame Verwaltung in Betracht.

Wird die Ehe geschieden, so wird der Zugewinnausgleich nach den §§ 1372 ff BGB abgewickelt. Die Eheleute sollen an dem in der Ehezeit erzielten Zugewinn in gleicher Weise teilhaben. Der Anspruch auf Zugewinn soll die Nachteile ausgleichen, die insbesondere der den Haushalt und die Kinder versorgende Ehegatte erleidet. Es kommt daher im Rahmen der Auseinandersetzung um den Zugewinn nicht darauf an, ob und in welcher Weise einer der Ehegatten zur Vermögensmehrung tatsächlich beigetragen hat.

Der Zugewinn ist der Betrag, um den das Endvermögen eines Ehegatten sein Anfangsvermögen übersteigt. Übersteigt der Zugewinn des einen Ehegatten den Zugewinn des anderen Ehegatten, so steht die Hälfte des Überschusses dem anderen Ehegatten als Ausgleichsforderung zu.

Das Anfangsvermögen ist das Vermögen, das einem Ehegatten nach Abzug der Schulden beim Eintritt in den Güterstand, also am Tag der Hochzeit, gehört. Hinzugerechnet wird das Vermögen, das ein Ehegatte nach dem Eintritt in den Güterstand als Erbe, vorgezogenes Erbe oder als Schenkung erhalten hat.

Das Endvermögen ist das Vermögen, das einem Ehegatten nach Abzug der Schulden bei Beendigung des Güterstands, dem Tag der Zustellung des Scheidungsantrages, gehört.

Es gibt weder ein negatives Anfangsvermögen noch ein negatives Endvermögen. Schulden eines Ehegatten können im Rahmen dieser Rechengrößen nur bis zur Höhe des positiven Vermögensbetrags Berücksichtigung finden. Es geht hier um Zugewinn, nicht um eine Verteilung von Lasten. Der andere Ehegatte soll am erwirtschafteten Gewinn teilnehmen, nicht jedoch an Schulden beteiligt werden.

Dem Zugewinn unterliegen neben Bar, Bank, Aktien, und Immobilienvermögen auch private Lebensversicherungen auf Kapitalbasis und Anrechte der betrieblichen Altersversorgung, sofern ein Einmalbetrag zugesichert wird.
Rechtsanwälte Martin & Meyer-Martin Waldemarstraße 20a 18057 Rostock
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